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01.09.2022

Das eigene Immunsystem gesund halten!

Wie stärke ich mein Immunsystem?

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Wie stärke ich mein Immunsystem? 

Seit Anfang 2020 raubt uns ein Thema den Atem: das Corona-Virus. Der Weg zurück in die Normalität scheint beschwerlich und langsam. Ist das Ende der Krise diesen Herbst erreicht oder werden im Winter neue Infektionswellen folgen? Wird die Pandemie durch die Impfstoffe beendet werden können?

Blicken wir zurück, dann hat sich ein gesundes Immunsystem als beste Verteidigung bewährt und wird auch in Zukunft lebenswichtig sein! Die entscheidende Frage lautet demnach: Was kann man tun, um seine Abwehrkräfte zu stärken und gesund zu erhalten? 

Wechseldusche 

Erinnern wir uns an die Lieferengpässe von Desinfektionsmitteln zu Beginn der Corona-Krise, da wäre ein körpereigenes Desinfektionsmittel wünschenswert gewesen. Und genau das wurde von Alexander Fleming, dem Entdecker des Penicillins, bereits gefunden! Er erkannte, dass in den Sekreten der Nase und des Rachens ein natürliches Antiseptikum namens Lysozym vorhanden ist, das unser Körper selbst erzeugt. Wenn die Sekrete des Rachens leicht sauer sind, wirkt dieses körpereigene Mittel aktiv gegen eindringende Keime. Darum gilt es, dieses Sekret leicht sauer zu halten, was durch eine Wechseldusche bewirkt werden kann. Darüber hinaus stärkt die Wechseldusche unsere Immunzellen (weiße Blutkörperchen) darin, leichte Erreger abzutöten. 

Also eine Minute heiß duschen und dann 30–60 Sekunden lang zu kaltem Wasser wechseln. Diesen Vorgang dreimal wiederholen und kalt abschließen. Möglichst von außen nach innen, von den Extremitäten zum Körperstamm, Richtung Herz, abduschen.

Kein Zucker  

Zucker lähmt unser Immunsystem. Der Genuss von einem mittelgroßen Schoko-Riegel (entspricht ca. 6 Teelöffeln Zucker) vermindert die Fähigkeit der weißen Blutkörperchen, Bakterien und Viren zu zerstören um 25 % für fünf Stunden. Wenn man etwas mit doppelt so viel Zucker zu sich nimmt wie zum Beispiel eine Limonade (enthält ca. 12 Teelöffel Zucker), wird die Wirksamkeit unserer Abwehrzellen sogar um ganze 60 % verringert. Den eigenen Zuckerkonsum auf ein Minimum zu beschränken, hält das Immunsystem gesund. 

Antioxidantien 

Für ein starkes Immunsystem empfiehlt es sich, reichlich Nahrungsmittel mit Antioxidantien zu verzehren. Dabei handelt es sich um chemische Verbindungen wie zum Beispiel Vitamin C, die in der Lage sind, freie Radikale zu fangen und unschädlich zu machen. Denn freie Radikale führen zu oxidativem Stress der Zellen und sind erwiesenermaßen die Ursache vieler Krankheiten. Eine Ernährung reich an Antioxidantien schützt unseren Körper.

 

Gemüse, reich an Antioxidantien:

  • Rosenkohl
  • Brokkoli, auch dessen Sprossen
  • Spinat
  • Grünkohl
  • Knoblauch

 

Obst, reich an Antioxidantien

  • Beeren
  • Orangen
  • Pflaumen
  • Rote Trauben
  • Kiwis
  • Grapefruits

Bereits 2005 entdeckte Dr. Ackerström mit ihren Kollegen, dass körpereigenes Stickstoffmonoxid (NO) die Vermehrung von Corona-Viren unterbricht und zu stoppen vermag. Folgende Gemüse- und Kräutersorten besitzen NO-stimulierende Eigenschaften (oder stimulieren das körpereigene NO in unserem Organismus): 

•  Staudensellerie, Kresse, Petersilie, Salat, Rote Beete, Spinat und Rucola.

Bewegung an der frischen Luft

Bewegung baut Stress ab und bringt unseren Kreislauf in Schwung. Die dadurch verbesserte Blutzirkulation hilft unserem Immunsystem, den Körper zu reinigen. Bewegen Sie sich täglich 45 min lang an der frischen Luft und atmen Sie dabei tief durch – auch mithilfe der Bauchmuskeln, um die unteren Lungenabschnitte gut zu belüften.

Mehr als ein Mundschutz

Auch wenn SARSCoV-2 ein neuer Subtyp ist, ist der Corona-Virus schon lange bekannt. Die neue Eigenschaft ist, dass die Virus-Vermehrung bereits im Rachen-
bereich beginnt. Neben der Mundschutzpflicht hat sich ebenfalls bewährt, reichlich Wasser zu trinken. Es spült Viren und Bakterien in den Magen hinunter, wo sie von der Magensäure unschädlich gemacht werden.

Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten: Gurgeln mit einem kräftigen Salbeitee, der antiviral wirkt, oder Lutschen von Kohletabletten, deren schwammartige Eigenschaft dafür sorgt, Giftstoffe, Bakterien und Viren zu binden, die dann ausgeschieden werden können. Dabei bitte die Maximaldosis der Packungsbeilage beachten!

Sonne und Vitamin D

Vitamin D ist ein Schlüsselhormon unserer Immunabwehr, das unser Körper bildet, wenn wir uns dem Sonnenlicht aussetzen. In unseren Breitengraden wird es leider nur in den Sommermonaten (April bis Oktober) gebildet. Um den normalen Vitamin-D-Spiegel von 40 bis 60 ng/ml zu erreichen, wie er von der Endocrine Society empfohlen werden, empfiehlt sich ein Ersatz dieses Vitamins. Übergewichtige Menschen benötigen in der Regel höhere Tagesdosen. Auch Personen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen oder Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) können ein Problem mit der Aufnahme von Vitamin D haben und brauchen deshalb angepasste Dosierungen.

Ausreichend Schlaf

Ausreichend Schlaf ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesundheit. Zudem erhöht Schlafmangel das Risiko, krank zu werden. Das Gefühl, ausgeruht zu sein, spielte dabei keine Rolle. Gönnen Sie Ihrem Körper ausreichend Schlaf!

Aus dem Bereich der Phytotherapie sind zwei Wurzeln besonders interessant: Ingwer und Kurkuma. Durch ihre antibakterielle, antimykotische und vor allem antivirale oder virusstatische Wirkung zählen sie zum «Superfood». Ingwer sorgt darüber hinaus für eine gesunde Darmflora und ist reich an Vitamin C. Aber auch Kurkuma mit seiner entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung steht dem Ingwer in nichts nach. 

Intervallfasten

Auch das Intervall-Fasten empfiehlt sich, um Erregern entgegenzutreten. Am einfachsten zu merken ist die «16-zu-8-Methode». Dies bedeutet, dass Sie Ihrem Organismus 16 Stunden am Stück Ruhe von der Nahrungszufuhr gönnen und sich in den anderen verbleibenden 8 Stunden auf 2–3 Mahlzeiten beschränken. Dies führt zu einem Antreiben der Autophagie-Prozesse Ihres Körpers (Autophagie bezeichnet die Fähigkeit unserer Körperzellen, beschädigte Bestandteile abzubauen und neu zu verwerten). Damit finden vermehrt Vorgänge der Selbstreinigung und Entgiftung statt.

Bleiben Sie positiv!

Der letzte und sehr entscheidende Immun-Steigerer ist: Positiv bleiben! Auch wenn die anfängliche große Angst und die Panik während der Pandemie langsam zurückgehen, machen sich doch Existenzsorgen und Niedergeschlagenheit breit. Unser Denken und unsere Psyche haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Deshalb positiv denken!

 

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Autor: Sylvia Kirschl

Ärztin und Mutter