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28.11.2021

Editorial

„Was, wenn du alles hast, aber niemanden anrufen kannst?"

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Mit dem Erfolg ist das so eine Sache. Während er manchen mühelos zuzufliegen scheint, gehen andere dafür nicht nur über Grenzen, sondern auch über Leichen. Ist Erfolg also gut oder schlecht? 

Mit (viel zu) jungen 13 Jahren wurde der Musiker Justin Bieber von einem Talentmanager entdeckt und einer immensen Erfolgswelle überrollt. Das Vermögen des heute 27-Jährigen wird auf ca. 260 Mio US-Dollar geschätzt. Beneidenswert, oder? Naja. 

2021 veröffentlicht Justin Bieber den Song Lonely („Einsam“). In dem Musikvideo folgt man einem kleinen Jungen – allein in der Garderobe, allein auf der Bühne. Er singt davon, wie einsam es ist, neben all den Annehmlichkeiten, so erfolgreich zu sein – gerade als junger Mensch. Jeder kennt dich, aber keiner hört dir richtig zu, du hast niemanden, den du einfach mal anrufen kannst und die Leute bewerten – nicht sehr mitfühlend – alles, was du tust. Dabei sind es offensichtlich genau dieselben grundlegenden Bedürfnisse nach Gesehen-, Verstanden-, Angenommen- und Geliebtwerden, die ein noch so erfolgreicher Musiker mit dir und mir teilt. Vielleicht ist es genau diese Spannung, die Bieber antreibt, sich mit Gott auseinanderzusetzen. Heute bezeichnet er sich als Christ, dem der Glaube Halt gibt. 

Was denkst du? Wonach lohnt es sich in seinem Leben zu streben?

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Autor: Nicole Spöhr

Chefredaktion Hope Magazin