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27.02.2021

In times like these …

»In Zeiten wie diesen«, so heißt übersetzt eines meiner Lieblingslieder.

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»In Zeiten wie diesen«, so heißt übersetzt eines meiner Lieblingslieder, das ich früher oft mit meinen Freunden im Gospelquartett gesungen habe. In Zeiten wie diesen – wie oft habe ich schon darüber nachdenken müssen. Und da war ich sicher nicht der Einzige. Je nach Stimmungslage und aktuellen Ereignissen ertappt man sich bei dem Gedanken, dass diese gerade erlebte Zeit eine ganz besondere, eine noch nie dagewesene ist. Na ja, ist ja logisch. Aber dann schließt sich der nächste Gedanke an: Es wird immer schlimmer. 

Stimmt das so? Ja und nein. Unbestritten werden die Probleme und Krisen immer globaler. Wer nicht gerade auf einer kleinen Insel sitzt, die einen vom Rest der Welt abschottet, den trifft direkt oder indirekt fast jede Krise, die sich rasend schnell und in immer kürzeren Abständen ausbreitet. Corona ist ja nur das jüngste und auch das beste Anschauungsbeispiel dafür. Aber wer meint, lieber zu Roms Blütezeiten oder im Mittelalter gelebt zu haben, dem seien ein paar Geschichtswälzer ans Herz gelegt. Ich möchte kein Soldat, Leibeigener, Knecht, Sklave oder was auch immer gewesen sein, bloß weil mich die heutigen Schlagzeilen der Tageszeitung auf meiner gemütlichen Couch beunruhigen. Nein, ich weiß, es gibt hier wirklich Probleme, und gar nicht so kleine. Mich persönlich trafen und treffen auch ein paar Dinge, die wirklich mehr als unangenehm waren bzw. noch sind. Und trotz allem möchte ich weder in die Antike verfrachtet werden noch in so manche Länder heute, in der das einzelne Leben nicht (so) viel wert ist. 

Ich habe die Finanz- und Wirtschaftskrise, die Pandemie und auch die ganzen Verschwörungstheorien und unsäglichen Kommentare (nur schwer) ertragen. Bis diese Kolumne gedruckt ist, existiert ja vielleicht schon wieder eine andere Krise. Wer weiß. Wenn ich an die Menschen denke, denen es viel schlechter geht als uns oder eben an die (oft gar nicht so) gute alte Zeit, dann fühle ich mich nicht unbedingt besser, aber man bleibt nicht so dünnhäutig. Wir halten schon was aus und das ewige Glück in Wohlstand und Frieden haben wir weder gepachtet noch wurde es uns glaubwürdig von jemandem versprochen … doch halt, von einem schon. Ich glaube an die Worte von Jesus, der uns einen neuen Himmel und eine neue Erde versprochen hat und dass er wiederkommt. Wenn hier auch alles den Bach runtergeht, bringt mich das nicht zum Verzweifeln, weil die Hoffnung, bald das zu erleben, was Gott angekündigt hat, lebendiger wird als je zuvor. Und bis das Alte vergeht und das Neue kommt, dürfen wir unsere Aufgaben hier und jetzt wahrnehmen – ein Leben inmitten von Krisen, aber dennoch voller Hoffnung. Erinnern wir uns gegenseitig daran!

Bild vom Autor zum Weblog In times like these …

Autor: Pierre Intering

Chefredaktion Hope Magazin

Artikel-Bildnachweis: Albert Gruber