Artikel zu Themen

28.05.2020

Kreativ werden wie Jesus

"Social distancing"

Bild zum aktuellen Blog-Eintrag

 

"Social distancing" (Soziale bzw. räumliche Distanzierung) ist das Gebot der Stunde. Doch was kann man tun, um wenigstens teilweise zu verhindern, dass wir immer mehr in Einsamkeit und Isolation geraten? Allen voran sind es Künstler, deren Einfallsreichtum kaum Grenzen zu kennen scheint. Hobbymusiker und Weltstars finden immer wieder Mittel und Wege, um uns zu erreichen, Hoffnung zu vermitteln, Menschen zusammenzubringen, Freude und Begeisterung zu verbreiten. Ich staune!

Eine römische Straßenband hatte eine grandiose Idee: Menschen gehen auf ihre Balkone und musizieren gemeinsam! Die Idee verbreitete sich in allen möglichen Variationen in Windeseile um den Globus. Im britischen Cheshire beispielsweise gehen Menschen jeden Tag um 11 Uhr auf die Straßen und tanzen - in gebührendem Abstand – den »Social-distancing-Tanz«. Virtuelle Museumsbesuche, Konzertsäle und Opernhäuser, Hof- und Wohnzimmer-Konzerte, Stream Aid 2020 – es gibt fast nichts, was es nicht gibt. Selbstverständlich kann ein Besuch im Louvre an meinem Rechner die Atmosphäre in Paris nicht ersetzen. Aber es ist besser als gar nichts. 

Auch im christlichen Kontext tut sich einiges. Kirchen werden kreativ, um ihre Mitglieder zu erreichen. Sie gestalten Gottesdienste per Video, streamen auf YouTube oder feiern sie im Autokino. Auch in diesem Zusammenhang kann Jesus Vorbild sein. Er war unglaublich aktiv, kreativ und unkonventionell, wenn es darum ging, Menschen dort zu erreichen, wo sie unterwegs waren. Er ist auf Feste gegangen (Hochzeit zu Kana) und hat mit ihnen gefeiert, er hat sie aber auch ganz persönlich im privaten Rahmen getroffen (Maria und Marta); er hat sowohl öffentlich gepredigt (Bergpredigt) als auch private Gespräche geführt (Nikodemus); er hat sich an gesellschaftliche Konventionen gehalten (Predigt in der Synagoge) und sich darüber hinweggesetzt (Samariterin am Jakobsbrunnen). Er hat immer einen Weg zum Herzen der Menschen gefunden, er hat ihnen vom Reich Gottes erzählt und es ihnen vorgelebt.

Wenn christliche Musiker wie z. B. Judy
Bailey »Küchenkonzerte« rund um den Globus veranstalten, tun sie nichts anderes: Sie begegnen den Menschen dort, wo sie sich in der Corona-Krise aufhalten. Und sie bringen ihnen Hoffnung. So bleiben wir miteinander und mit Jesus verbunden – trotz social distancing.

Bild vom Autor zum Weblog Kreativ werden wie Jesus

Autor: Erik Dan

kann sich sein Leben ohne Musik nicht vorstellen, ist glücklich verheiratet und feiert das Leben. Momentan ist er Abteilungsleiter für Kommunikation und Gemeindeaufbau in der Hansa-Region. 

Artikel-Bildnachweis: Rom Chek – shutterstock.com