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01.09.2022

W wie wohnen

Mit dem Wohnen ist das so eine Sache ...

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Mit dem Wohnen ist das so eine Sache, irgendetwas bleibt meist auf der Strecke. Ob Stadt oder Land, gemütlich, funktional oder stylisch. Die meisten wollen nicht nur eine nullachtfünfzehn Bleibe – auch ich nicht, als ich vor ein paar Jahren aus der östlichen Mitte Deutschlands in den Nordwesten gezogen bin. Das, was mein Mann und ich früher für unsere 45m² warm ausgegeben hatten, reichte hier nicht mal für ein Zimmer zur Untermiete. Aber wir hatten Glück und fanden eine schöne, zentral gelegene Wohnung mit viel Holz und (positiv) kreativ geschnittenen Räumen. Trotz Zufriedenheit lockt immer mal wieder der Traum vom Eigenheim – endlich mehr Stauraum und die Anlage richtig laut aufdrehen können! Doch die Preise sind utopisch hoch und das längst nicht nur im Westen oder in und um Großstädte. Außerdem kommt das schlechte Gewissen auf – zu zweit mit Haus? Das wirkt verwerflich dekadent im Gegensatz zu Familien mit mehreren Kindern, die sich in 3-4-Raum-Wohnungen quetschen, weil es nichts anderes Bezahlbares gibt. 

Wo und wie man wohnt, prägt nicht nur, sondern verändert sich auch stark, je nachdem in welchem Alter und welcher Lebenssituation man ist. Deshalb beleuchten wir das große Thema Wohnen in dieser Ausgabe von verschiedenen Seiten. Dass es dabei immer wieder um Verantwortung, Umwelt, Gesellschaft vs. Individualität und Heimat geht, zeigt, dass die geografisch-physische Ebene des Wohnens längst eine Nebenrolle spielt.

Bild vom Autor zum Weblog W wie wohnen

Autor: Nicole Spöhr

Chefredaktion Hope Magazin