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28.05.2020

#wirbleibenzuhause

– aber bitte liebevoll!

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Während ich dies schreibe, beginnt die Corona-krise gerade. »Soziale Distanz« wurde nun verordnet. Noch ist es aushaltbar. Ich erlebe das Heimbüro als willkommene Abwechslung. Im Pyjama arbeiten – wie herrlich! Während Videokonferenzen aufs Klo gehen (Bild und Ton ausgestellt) - wie praktisch! Außer es fehlt Klopapier, weil der Nachbar alles weggekauft hat. (Sorry für den 985. Klopapierwitz!) Nein, im Ernst: für mich ist zuhause sein toll! Meine Frau und ich sehen uns endlich mal den ganzen Tag lang – Jippie! 

Leider hat es nicht jeder so schön. Besonders Singles merken es nun deutlich: Soziale Distanz ist etwas zutiefst Unmenschliches. Sie ist gegen unsere Natur, denn wir sind soziale Wesen, die liebevolle Nähe brauchen. Erst Beziehungen und Gemeinschaft machen uns wirklich zu Menschen. Wir sind aufeinander angewiesen. So beschreibt uns sogar die Bibel!

Daher ist es von höchster Priorität während dieses weltweiten »Sozialexperiments« die möglichen Beziehungen intensiv zu pflegen. Für Familien und Paare ist das herausfordernd. Manche überlegen, ob es nach der »Heimquarantäne« einen neuen Babyboom (Stichwort »Coronials«) geben wird oder eher die Scheidungsrate nach oben geht. Es wird sich zeigen, wie ernsthaft und tragfähig unsere Beziehungen wirklich sind.

Egal ob Single- oder Mehrpersonenhaushalt, ob mit oder ohne Corona: Wir können Beziehungen nur gut pflegen, wenn wir uns selbst geliebt fühlen. Leider ist das keine Selbstverständlichkeit. Daher schenkt Jesus Christus, der uns Menschen erschaffen hat, jedem seine Liebe. Er demonstrierte die Reinform dieser Liebe als er, der Schöpfer, für seine Geschöpfe am Kreuz starb. Diese Liebe ist gänzlich auf das Wohl des anderen ausgelegt. Sie lehnt niemanden ab. Sie kennt keine Bedingungen. Sie nimmt jeden exakt so an, wie er oder sie ist. Sie opfert sich für andere auf. Sogar bis zur Selbstaufgabe. 

Diese Liebe schenkt uns Jesus. Schenken wir sie weiter! Suchen wir das Beste für den anderen. Lasst uns für einander da sein. Werden wir kreativ bei der Beziehungspflege. Gerade in Zeiten der sozialen Distanz.

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Autor: René Walter

hat Kommunikationswissenschaft und Theologie studiert und ist beim Hope Channel im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig.