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Hope Magazin - Oktober/November 2019

Was nützt die beste Erziehung ...

"Was nützt die beste Erziehung, wenn die Kinder einem sowieso alles nachmachen." 

Nicht, dass dies immer zutrifft, aber es steckt viel Wahrheit in diesem abgewandelten Zitat. Eltern erschrecken manchmal, wenn sie Züge an ihren Kindern entdecken, die allzu sehr an ihre eigenen Unzulänglichkeiten erinnern. Meist verbindet man aber solche Beobachtungen eher mit den negativen Eigenschaften anderer, z. B. des Ehepartners. Das ist dann auch der »ideale« Zeitpunkt, es dem Herrn Gemahl / der Frau Gemahlin aufs Brot zu schmieren … Ja, das könnte eine Anleitung für eine zerbrechende Beziehung sein – deshalb: Szenenwechsel.

Wenn einem die Kinder sowieso alles nachmachen, dann ist das ein ungeheures Potential, Kindern viele gute Dinge einfach so nebenbei beizubringen. Wenn die Kleinen beobachten, wie freundlich die Eltern mit all den Leuten umgehen, denen sie im Laufe des Tages begegnen, dann färbt das mit Sicherheit ab. Wenn Eltern sich für andere interessieren, respektvoll und hilfsbereit sind, hat das eine gewaltige Wirkung auf die Kinder, die zu ihnen – im wahrsten Sinne des Wortes – hochschauen.

Ach, und noch etwas: Trotz allem sind die Kinder nicht einfach eine kleine Kopie von einem selbst. Man wird negative wie auch positive Dinge an seinen Kindern entdecken, über die man sich wundert, von wo "die das herhaben". Na ja, es gibt ja mehr Menschen in der Nähe des Kindes als nur die Eltern. Deshalb ist jeder Mensch, unabhängig von seinem Familienstand, ein Erzieher. Und: Man muss nicht immer alles abschauen. Da gibt es unergründliche Tiefen im menschlichen Herzen – egal, wie jung oder alt jemand ist. Deshalb ist es entscheidend, was und wen sie in ihr Herz lassen. Entsprechend werden sie sich entwickeln. Lassen wir doch unseren positiven Einfluss spielen ...

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Autor: Pierre Intering

Chefredakteur