Artikel aus dem Hope Magazin

17.09.2018

Blüten und Dornen

Wie man achtsam mit sich selbst umgeht!

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Lieben Sie Rosen?

Sie sind wunderschöne Blumen, nicht wahr? Vor einigen Jahren hatte ich den Plan, ein Rosenbeet anzulegen, aber ich bin mit der Umsetzung dieser Idee gescheitert. Wissen Sie, warum? Ich habe die Rosen gekauft, eingesetzt – und dann nicht mehr weiter gepflegt. So verdorrten sie, erstickten unter Unkraut oder überlebten aus anderen Gründen nicht. Ja, auf die richtige Pflege kommt es an, das habe ich mittlerweile verstanden. Meine neuen Rosenstöcke gedeihen prächtig!

Ist es mit uns Menschen nicht ähnlich? Wir wollen gerne stark und schön sein, taff und über den Dingen stehend, unverletzlich, geschickt im Umgang mit anderen, selbstbewusst, selbstbestimmt und vieles mehr. Dann hadern wir mit unseren „Dornen“: Da sticht uns irgendwo die Eifersucht, Selbstzweifel plagen uns, Unzufriedenheit mit dem Leben oder mit uns selbst, tiefe Traurigkeit, Sorgen, Ängste … Um zu den eingangs erwähnten Rosenstöckchen zurückzukehren:
Jede Knospe, jede Blüte ist in sich schön und besonders, ob zart oder kräftig, in der Farbe, die sie eben hat.

Jeder Mensch ist so wertvoll und besonders – mit all seinen Ecken und Kanten. Man könnte auch sagen: Jeder Mensch ist eine einzigartige Welt für sich, die es zu entdecken gilt! Manches ist verborgen wie ein Diamant in einem Bergwerk. Dieser Schatz will gesucht und gefunden werden, und das erfordert auch Mühe und Einsatz. Doch es lohnt sich: Wir finden unseren „inneren“ Menschen, wir entdecken uns selbst! Und diesen kostbaren Schatz gilt es behutsam in die Hände zu nehmen und achtsam damit umzugehen. Das ist die Grundlage für seelische Gesundung: die Selbstannahme.

Und so wie man Rosenstöckchen erst in einen guten Boden einsetzen muss/sollte, damit sie überhaupt wachsen können, so brauchen auch wir gute Erde, um uns zu verwurzeln. Ich habe mich dafür entschieden, Gott als die Grundlage meines Lebens zu wählen. Und ich erlebe nun, wie er Gedeihen und Wachstum meiner Persönlichkeit schenkt.

Niemand kann für Sie entscheiden, worin Sie sich verwurzeln – es bleibt Ihre freie Wahl. Persönlich kann ich Ihnen die Liebe Gottes als Lebensfundament empfehlen. Auf dieser Basis können wir gedeihen, wachsen und aufblühen – wie eine duftende Rose oder ein kräftiger Baum. Und alles andere beginnt dadurch: eine gesunde Liebe zu sich selbst und zu anderen, Heilung der Seele und Kraft zur Arbeit an sich selbst. Das wünsche ich Ihnen – und alles Gute für Ihr inneres „Rosenstöckchen“!

Bild vom Autor zum Weblog Blüten und Dornen

Autor: Mag. Claudia Flieder

Übersetzerin, Dolmetscherin und Autorin; Mitarbeiterin des Hope Bibelstudien-Instituts in Wien

Artikel-Bildnachweis: Titelbild: Gabriela Insuratelu - Shutterstock