Artikel aus dem Hope Magazin

27.02.2021

Die Bibel gefragt

Hilfe, geht die Welt unter? und Was sagt die Bibel über Frieden?

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Hilfe, geht die Welt unter?

Viele Menschen haben Angst, denn unsere Zeit ist geprägt von Krisen und Sorgen. Pandemien, Hunger in der Welt, Naturkatastrophen, Terror sowie Kriege und andere Probleme scheinen unlösbar zu sein. Schon Jesus hat in Matthäus 24 von diesen sogenannten »Zeichen der Zeit« gesprochen und seine Nachfolger darauf vorbereitet. Die Umstände sind bedrohlich und wir Menschen würden uns selbst zugrunde richten, doch es gibt einen Gott im Himmel, der auf uns achtet. Jesus verknüpfte seine Ankündigungen mit einer hoffnungsvollen Botschaft: Er wird wiederkommen. 

Was bedeutet das konkret? Jesus gibt einen klaren Auftrag: »Deshalb seid auch ihr bereit! Denn in der Stunde, in der ihr es nicht meint, kommt der Sohn des Menschen.« (Matthäus 24,44) Er spricht in dieser Bibelstelle von sich selbst – und von uns. Ein Beispiel veranschaulicht den Zusammenhang: Wenn wir einen lieben Menschen erwarten, der von einer Reise zurückkehrt, dann bereiten wir uns auf sein Kommen vor. Wir putzen die Wohnung, bereiten ein köstliches Essen zu und denken in Vorfreude an das baldige Zusammensein. 

Auf ähnliche Weise können wir auch die Zeit bis zu Jesu Wiederkehr positiv und in aktiver Erwartungshaltung gestalten. Die Vorfreude motiviert zu einem Leben in Übereinstimmung mit christlichen Werten und Prinzipien. Christen wollen von ganzem Herzen Jesu Nachfolger sein und ihren Glauben ausleben. Das kann auf unterschiedliche Weise erfolgen, z. B. durch verantwortungsvolles Handeln im Alltag und praktische Nächstenliebe. Jesus wird eines Tages wiederkommen und dann beginnt für die, die an ihn glauben, die Ewigkeit. Die Bibel nennt jedoch kein Datum dafür, wann genau es so weit sein wird. Dennoch haben wir durch die von Jesus erwähnten Szenarien die Hoffnung auf seine baldige Wiederkehr. Bis dahin können wir unser Leben auf dieser Erde, in der so viel Böses und Arges geschieht, ohne Zukunftsangst gestalten. Was auch immer passiert: Jesus ist größer als jede Krise und hält uns in seiner guten und starken Hand, bis er wiederkehrt!

Claudia Flieder

 

Was sagt die Bibel über Frieden?

»Dies habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.« (Johannes 16,33) 

Noch bevor die ersten Sonnenstrahlen am Horizont erscheinen, ist ein erstes zaghaftes Zwitschern zu hören, das sich zu einem Vogelkonzert entwickelt und mein Herz erfreut. Mensch, Tier und Natur erwachen. Wie friedlich ist es doch am frühen Morgen? Ein wahres Gottesgeschenk. Manche Tage enden genauso gut, wie sie begonnen haben. Leider ist das nicht immer so. Uns begegnen Herausforderungen, die uns an die Grenze der Belastbarkeit bringen. 

Schlagen wir morgens die Zeitung auf, hören oder sehen wir Nachrichten oder beschäftigen uns mit den Sozialen Medien, dann mag uns angst und bange werden. Es wird über Katastrophen und Kriege berichtet. Beiträge über den Klimawandel verunsichern und lassen uns vergessen, dass seit Anbeginn der Erde das Klima im Wandel war und ist. Viele Menschen haben Angst, ihre Lebensgrundlage zu verlieren. In 50 Ländern dieser Welt werden Christen verfolgt, in vielen Gebieten müssen sie sogar um ihr Leben fürchten. Kürzlich erzählte mir ein junger Vater von seinen Sorgen. Panik erfüllt ihn bei dem Gedanken, dass sein 2-jähriger Sohn später einmal in den Krieg ziehen könnte. Wie traurig ist es, wenn Kinder nicht mehr unbeschwert aufwachsen können, Jugendliche Existenz­ängste haben, Depressionen bekommen. Von vielen Seiten werden Ängste geschürt. 

Wie gehen wir damit um? Ist es nicht an der Zeit, Zuversicht zu verbreiten und von dem einzig wahren Frieden zu sprechen, den Jesus für uns bereithält? Er macht uns Mut, nicht zu erschrecken, nicht zu verzweifeln, sondern sein Geschenk des Friedens anzunehmen (vgl. Johannes 14,27). Durch den Tod am Kreuz und seine Auferstehung hat er die Welt überwunden. Bei ihm finden wir Ruhe, weil er uns liebt, dürfen wir geborgen und getröstet sein. Bei ihm sind wir sicher. 

»Der Gott des Friedens aber sei mit euch allen! Amen.« (Römer 15,33)

Angelika Pfaller

Autor: Claudia Flieder und Angelika Pfaller

Artikel-Bildnachweis: Carolyn V – unsplash.com