Artikel aus dem Hope Magazin

27.02.2021

Die große religiöse Verunsicherung

Gibt es (k)eine Hoffnung?

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Neben den bekannten großen Weltreligionen – und selbst innerhalb dieser – gibt es tausende kleiner Religionsgruppen und Strömungen. Das Christentum beispielsweise beherbergt nicht nur die römisch-katholische, orthodoxe und protestantische Kirche, sondern eine große Anzahl weiterer verschiedener Kirchen und Gruppierungen. Einerseits bekämpfen sich manche Anhänger unterschiedlicher Religionen bis zum Äußersten. Andererseits gibt es ernsthafte Bemühungen und gute Beispiele für ein friedliches Miteinander. Macht Toleranz am Ende alles gut?

Die Wirklichkeit zieht eine ernüchternde Bilanz. Grausame und blutige Spuren von Religionskriegen ziehen sich durch die Menschheitsgeschichte und auch das 21. Jahrhundert bildet hier keine Ausnahme. Moralisches Versagen religiöser Führer lässt die Anhänger verzweifeln. Atheisten, Agnostiker und Aussteiger fühlen sich bestätigt. Das »Bodenpersonal des Himmels« versagt immer wieder. 

Der Weg ins Paradies erscheint so unerreichbar. Stimmt die Diagnose von Karl Marx? Ist am Ende Religion nicht viel mehr als das Opium des Volkes? Bestätigt sich etwa die bittere Erkenntnis, das mit dem Tod alles aus ist? Nein. Es gibt eine echte Alternative. Nicht in Dogmen und Überzeugungen gegossen, sondern in Form einer Person. Er macht den Unterschied: Jesus Christus. 

Als Jesus mit seinen engsten Freunden über die Zukunft und das Leben in der neuen Welt Gottes spricht, scheint er wie selbstverständlich vorauszusetzen, dass sie den Weg dorthin kennen. Dass sie wissen, wie sie in den Himmel kommen. Thomas, einer von ihnen fragt verwundert: Wie sollen wir den Weg dorthin kennen? Scheinbar gab es schon damals eine große religiöse Verunsicherung. Viele Wege, aber keine Gewissheit. Verunsicherte Hoffnung. 

Doch Jesus bleibt liebevoll und geduldig. Er sagt zu Thomas: Schaue mich an. Siehst du es nicht? Verstehst du nicht? Ich bin es. Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Indem die Bibel die Botschaft Jesu übermittelt, öffnet sie den Menschen ganz neu die Augen für ihn. Er lässt seinen Worten Taten folgen, gab seine Vorrechte auf, ließ sich erniedrigen und nahm den Tod auf sich, damit er uns aus dem Dunkel der Verlorenheit und Unsicherheit zum Licht der Liebe und des Lebens heben konnte. Mit seiner Auferstehung von den Toten eröffnet er eine völlig neue Perspektive. Jesus hat keine Religion gegründet, er ist der Weg zu Gott. Er ist die lebendige Hoffnung!

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Autor: Dragutin Lipohar

ist verheiratet mit Mirjana, ein Sohn. Er hat Religionswissenschaft & Kirchen­geschichte studiert, ist Pastor und begleitet Adventgemeinden in Niedersachsen/Bremen auf ihrem Weg mit Jesus.

Artikel-Bildnachweis: Bernard Hermant – unsplash.com