Artikel aus dem Hope Magazin

27.11.2025

Wofür wünschst du dir momentan Frieden?

8 Personen, 8 Lebensgeschichten, 8 Blickwinkel - aber nur ein Wunsch!

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Aliyah (21):

Ich wünsche mir Frieden für meine beste Freundin, die gerade eine schwere Zeit durchmacht, weil ich sie nicht gerne so fertig sehe. Ich wünsche mir einfach, dass sie wieder mit der Lebensfreude durch den Tag gehen kann, für die ich sie kenne.

Außerdem wünsche ich mir Frieden für meinen Bruder, der sich als Mitarbeiter bei einem Missionswerk auf Hawaii das Kreuzband gerissen hat. Für ihn ist die Situation jetzt sehr schwer und unverständlich und ich wünsche mir einfach, dass er seinen Frieden mit Gott und dieser Situation finden kann und darauf vertrauen darf, dass Gott einen guten Plan hat.

Jeannette (41):

Für meine Kinder (zwei Mädchen 6 und 8 Jahre) und ihre Zukunft. Sie beten immer wieder, dass Frieden auf der Welt herrschen soll, weil sie selbst Angst vor Krieg haben. Dass Kinder in diesem Alter überhaupt darüber nachdenken oder Angst vor Krieg haben, macht mich als Mutter traurig.

Unsere Kinder wachsen in einem sehr behüteten Umfeld auf. Sie kommen mit Krieg und Verzicht nicht wirklich in Berührung. Aber sie haben auf Reisen schon Armut gesehen und erlebt. Sie hören, was auf der Welt so los ist und erleben, wie Menschen miteinander umgehen. Das bewegt sie. Das macht ihnen Angst. Das weckt in ihnen die Sehnsucht nach dem Himmel, einem Ort, an dem Liebe herrscht.

Reiner (66):

Oft sind es Kleinigkeiten, die den persönlichen Frieden stören: Eine unbedachte Äußerung, eine falsche Vermutung, Unterstellung etc. Auch Missverständnisse können in der Verständigung zwischen zwei oder mehreren Menschen einiges durcheinanderwirbeln. Im Laufe der Zeit lernte ich, klarer zu kommunizieren, mit Erfolg. Doch ein Restrisiko bleibt. Gegenseitige Wertschätzung macht es möglich, störende Dinge zu klären und sich gegenseitig anzunehmen.

Den einzigartigen Frieden, den Jesus zugesagt hat, möchte ich empfangen und weitergeben, damit auch andere Menschen innerlich bereichert werden.

Judith (46):

Am allerliebsten hätte ich gern den berühmten Weltfrieden! Klingt banal, wünschen sich die meisten, stimmt aber. Je älter ich werde, desto schlechter kann ich mit den Grausamkeiten dieser Welt umgehen. Ich finde es unerträglich, dass Menschen leiden müssen, egal wer und egal wo. Wenn ich zu lange darüber nachdenke, könnte ich glatt verzweifeln und bitte Gott, dem Ganzen möglichst jetzt ein Ende zu setzen.

Nicht ganz so weltumspannend, wünsche ich mir persönlich mehr Gelassenheit im Alltag – wenn ich das besser hinbekäme, hätte ich sicher mehr Frieden.

Karina (36):

Manchmal bedeutet Frieden für mich, Dinge loszulassen – sogar das, was ich über alles liebe. Denn nur wenn ich mit mir selbst im Einklang bin, kann ich in meiner Familie, in meiner Gemeinde und im Alltag wirklich für andere da sein. Frieden fordert mich heraus, Grenzen zu akzeptieren, loszulassen, wenn ich merke, dass ich nichts mehr bewirken kann – und genau darin liegt seine größte Kraft.

Elisabeth (55):

Ich wünsche mir inneren Frieden – für mich und meine Freunde, die gerade in schwierigen Zeiten stecken. Es wäre so schön, wenn die inneren Kämpfe endlich aufhören würden und ich zur Ruhe kommen könnte. Wenn ich inneren Frieden habe, kann ich auch anderen helfen; das habe ich schon erlebt. Vielleicht beginnt der Friede im Großen immer beim einzelnen Menschen. Dann sollten alle Menschen im Einklang mit sich und Gott leben! Ich glaube, auf diese Weise hätten wir auch ein friedliches Miteinander in der Gesellschaft.

Sven (48):

Ich wünsche mir den Weltfrieden. Genau, Ukraine und Gaza reichen mir nicht. Ich will auch Frieden im Sudan, in Kolumbien und allen Ländern, wo Menschen zu Waffen greifen. Aber nur weil die Gewehre schweigen, ist ja noch lange nicht alles gut. Ich will auch kein Schlagen und Treten, keine Folter in irgendwelchen Gefängnissen. Eigentlich will ich auch keine verbale Gewalt. Weil das hier und jetzt nicht geht, wünsche ich mir dann eben den eigenen Egoismus überwinden, wo immer es geht und friedlich zu bleiben. Besonders im Gespräch mit Leuten, die eine andere politische Einstellung haben.

Gudrun (64):

Ich habe selbst immer wieder schmerzvolle Erfahrungen mit anderen Menschen gemacht und bin öfter verletzt und enttäuscht worden. Es war und ist mir ein Anliegen, infolgedessen nicht zu verbittern, sondern offen und positiv zu bleiben. Das bedeutet für mich Frieden. Und das wünsche ich auch anderen Menschen: dass sie nicht verbittern und oder mit Enttäuschungen hadern, sondern Frieden in ihrem Leben finden.