Artikel zum Thema "Glaube"

29.11.2019

Licht der Welt

Was das Leben hell macht

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Endlich wusste jedes Kind, wie viele Tage es noch bis zum Heiligen Abend waren. Kein Fragen mehr: »Wie lange noch?« Anfang Dezember des Jahres 1839 hängte Diakon Johann Hinrich Wichern im Betsaal des Waisenhauses »Rauhes Haus«, in Hamburg, den ersten Adventkranz auf. Dieser hatte 20 kleine und vier große Kerzen, die auf einem Wagenrad befestigt waren. Neben der Tatsache, dass die Kinder nicht mehr so viel nach der verbleibenden Zeit bis Weihnachten fragten, gab es noch zwei weitere Effekte: die Kinder lernten zählen und der Kranz leuchtete immer heller und heller, da an jedem Tag eine weitere Kerze angezündet wurde. 
Heute sind die Adventkränze meist mit vier Kerzen versehen – für jeden Adventssonntag eine. Eines ist aber geblieben: Das Licht wird immer stärker, je mehr Kerzen brennen. 

Licht gehört einfach zu Weihnachten dazu. Egal, ob in warmen Weißtönen, kaltem Weiß oder knallig bunt: es erhellt die Dunkelheit, die ja im Dezember schon sehr früh eintritt und morgens auch länger anhält. "Nachts sind alle Katzen grau", sagt ein Sprichwort. Licht dagegen bringt Farbe ins Leben. Licht gibt auch Sicherheit. Nicht nur im Straßenverkehr, um besser gesehen zu werden. Licht gibt Sicherheit, weil wir dadurch klar und deutlich sehen. Wenn man sich im Dunkeln fürchtet, schaltet man das Licht ein und die Angst weicht. Licht gibt Hoffnung – das Dunkel ist bald vorüber. Und Licht spendet auch Wärme. 

Doch obwohl für jeden Menschen Licht verfügbar ist und wir es auch nutzen, bleibt es doch manchmal in unserem Leben dunkel. Da scheint keine Sonne, da gibt es keine Freude, keine Wärme, keine Sicherheit und vielleicht sogar noch nicht einmal einen Hoffnungsschimmer am Horizont. 

Als Jesus vor über 2000 Jahren geboren wurde, war es auch dunkel. Die Römer hatten das Land besetzt. Sie herrschten mit eiserner, unbarmherziger Macht. Da gab es wenig Hoffnung auf Besserung der Lage. Und es war Nacht, als die Hirten auf dem Feld Besuch von den Engeln bekamen. Licht leuchtete in der Dunkelheit. Nicht nur, weil zuerst der eine Engel und später die Scharen der Engel von der himmlischen Herrlichkeit umgeben waren. Nein. Die Botschaft, die die Engel zu verkündigen hatten, leuchtete. Ja, sie strahlte ganz hell: "Ich verkündige euch große Freude … Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, der Herr, in Davids Stadt." Lukas berichtete weiter in seinem Evangelium, dass die Freude der Engel auch die Hirten erreichte und sie Gott lobten und priesen für die Sendung des Retters. 

Der Prophet Jesaja hatte über Jesus, den kommenden Retter, Folgendes vorhergesagt: »Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein großes Licht. Die im Lande der Finsternis wohnen, Licht leuchtet über ihnen.« Das wurde auf dem Feld bei den Hirten Realität. Der Retter war geboren! Licht in der Dunkelheit.

Zum Glück ist Jesus nicht das Kind in der Krippe geblieben. Er ist erwachsen geworden und hat uns gezeigt, wie Gott wirklich ist. In Johannes 8,12 sagt Jesus: "Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben." Jesus ist in diese Welt gekommen, um das Dunkel zu durchbrechen. Nicht nur das allgemeine Dunkel der Menschheit. Das Dunkel des Unfriedens, das Dunkel der Unversöhnlichkeit, das Dunkel der Lieblosigkeit, das Dunkel der Ungerechtigkeit. Er ist gekommen, um mein ganz persönliches Dunkel zu beenden. Er ist gekommen, um das Licht zu sein. Seine Geburt bringt Farbe in mein Leben, die wiederum mein Leben zum Positiven verändert. Für mich bedeutet das: ich brauche Jesus in meinem Leben. Er bringt das Licht in mein Leben.
"Ich bin das Licht der Welt". Er möchte auch dein und mein Leben erhellen. Laden wir Jesus in unser Leben ein und folgen ihm nach, dann wird er auch bei uns die Dunkelheit vertreiben. Dann wird es hell. Nicht nur zu Weihnachten, sondern an jedem Tag des Lebens.

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Autor: Thomas Thormann

ist Pastor, liest gerne gute Bücher und liebt es, mit anderen gemeinsam die Bibel zu entdecken.

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