Artikel zum Thema "Jesus"

30.05.2025

Wenn einer eine Reise tut ...

…so kann er was erleben! - das sagte einst Dichter und Journalist Matthias Claudius (1740-1815).

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2024 verzeichnete das Statistische Bundesamt knapp über 496 Mio. Gästeübernachtungen in Deutschland, und die Tourismusanalyse für 2024 zeigt, dass 63% der Deutschen eine mindestens fünftägige Reise unternahmen. Reisen ist also offensichtlich sehr beliebt.

Claudius hat wohl recht, einer der Hauptgründe, warum man verreist, war und ist etwas zu erleben egal wo oder wie lange. Man braucht hin und wieder einen Tapetenwechsel. Man will mal raus aus dem Alltag und was Neues kennenlernen und natürlich auch entspannen und zur Ruhe kommen.

Horizonterweiterung

So ein Kurztrip oder Jahresurlaub ist ja auch was Tolles: Wenn man es mal wagt, den eigenen Horizont zu erweitern, zu sehen, wie andere so leben, wie deren Umfeld aussieht. Da lernt man manches neu zu sehen, aus einer anderen Perspektive oder in einem anderen Licht. Vielleicht sind plötzlich manche ach so dringenden Dinge gar nicht mehr so wichtig, während anderes, das man fast gar nicht auf dem Schirm hatte, sich als gar nicht so unwichtig herauskristallisiert.

Allerdings braucht man für einen richtigen Perspektivwechsel länger als nur einen 14-tägigen Aufenthalt. Um so richtig einzutauchen, muss man ein Teil der Gesellschaft werden und zwar nicht als Urlauber, sondern als Ansässiger. Das wurde mir besonders bewusst, als ich mit meiner Familie ein paar Jahre auf den Bermudas lebte.

Jesus mittendrin

In der Bibel steht, dass Gott in der Person von Jesus Mensch wurde: „Das Wort (= Jesus) wurde Mensch und lebte unter uns.“ (Johannes 1,14, Hoffnung für alle) Gott begibt sich in das Umfeld der Menschen als einer von uns. Und das nicht nur für etwas Abwechslung, sondern langfristig. Über 30 Jahre lebte Jesus auf der Erde, nicht als Urlauber, sondern als Ansässiger. Gott nimmt einen Perspektivwechsel vor und identifiziert sich auf diese Weise mit uns Menschen, weil wir ihm am Herzen liegen. Und am Ende wohnt Gott bei den Menschen (Off 21, 3). Nicht nur vorübergehend, sondern permanent.

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Autor: Stefan Burton-Schnüll

Artikel-Bildnachweis: pixdeluxe - gettyimages.de