Artikel zum Thema "Sendung"

01.03.2023

Daniel

Geschichten und Visionen

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Vor einigen Monaten stand ich in der Wüste von Marokko vor der riesigen Kulisse eines antiken Palastes, der schon in etlichen berühmten Filmen als Hintergrund gedient hat. Ich war mit einer Filmcrew dort, um die neue Serie über das Bibelbuch Daniel zu drehen. Und vor dieser Kulisse war an diesem Tag das dritte Kapitel in Daniel dran: Das große Standbild, das der babylonische König Nebukadnezar in der Ebene von Dura errichten und ganz mit Gold überziehen ließ, damit alle es anbeten sollten. Ein Symbol für den ewigen Fortbestand seines Reiches. Er wollte einfach nicht wahrhaben, dass das Standbild, das er vorher in einem Traum gesehen hatte und das aus verschiedenen Metallen bestand – das zweite Kapitel berichtet davon –, eine Vorhersage Gottes über die Zukunft Babylons und weitere Weltreiche war. Daniel hatte den Traum ausgelegt und eine wichtige Botschaft damit verknüpft: „Gott setzt Könige ab und setzt Könige ein ...“ (Daniel 2,21). 

Gott hat einen Plan 

Als ich da in Marokko vor der Kamera stand und davon redete, was Daniel in seinem Buch sagen will, musste ich unwillkürlich an all die Ungerechtigkeit und Gewalt in dieser Welt denken, und natürlich an all die Kriege und Konflikte, die an vielen Orten Tod, Elend und unsagbares Leid für unzählige Menschen bedeuten. Und wie es scheint, tut Gott – nichts. Schaut er nur zu? Kümmert ihn die vielfache Not der Menschen nicht? Warum greift er nicht ein? Genau an der Stelle wurde mir klar, was für eine besondere Bedeutung dieses Buch Daniel tatsächlich hat. In seinen Geschichten und Vorhersagen wird deutlich, dass Gott sehr wohl aktiv ist. Er kümmert sich. Abgesehen davon, dass Jesus Christus in die Not dieser Welt gekommen ist und auch im größten Leid Kraft schenkt, schaltet und waltet Gott hinter den Kulissen weit mehr, als wir ahnen. Er hat einen Plan. Er will nicht, dass es ewig so weiter geht auf dieser Erde.  

Gott lenkt die Geschichte

Einerseits beleuchtet das Buch Daniel das persönliche Schicksal einiger Jugendlicher aus Juda, die von einem feindlichen Heer nach Babylon verschleppt werden, und es erzählt, wie Gott immer wieder eingreift und rettet. Andererseits enthält dieses Buch Prophezeiungen, die bis in unsere heutige Zeit reichen. Daniel und seine Freunde erleben nicht nur, wie Gott ihr Vertrauen in ihn auch in widrigen und lebensgefährlichen Umständen belohnt, sondern Daniel werden Visionen und Träume gegeben, die deutlich machen, dass Gott die Weltgeschichte lenkt und ein Ziel mit uns Menschen hat.

Daniel, der als Jude im heidnischen Babylon sogar Staatsämter übernimmt, bekommt von Gott gezeigt, was in nächster Zukunft geschehen soll. Ein Blick in die Geschichte bestätigt, dass diese Vorhersagen sich erfüllt haben. Doch es betrifft auch unsere eigene Zukunft, denn Daniel beschreibt das Ende der Welt, wenn Gott Menschen erlöst und Gerechtigkeit schafft. Das Buch Daniel vermittelt Zuversicht und Hoffnung.

Bild vom Autor zum Weblog Daniel

Autor: Winfried Vogel

Artikel-Bildnachweis: Thomas Bünger